Am Samstag, den 13. Juni 2009, veranstalten wir das erste mal den Linux/Unix Day der Fakultät 04. Wir wollen unseren Studierenden damit die Möglichkeit geben in die bunte Welt der freien Unix-Betriebssysteme hinein zu schnuppern und sich beruflich weiter zu qualifizieren. Sämtliche Referenten kommen aus der freien Wirtschaft und haben langjährige Berufserfahrung.
Die Veranstaltung ist für unsere Studierenden kostenfrei und besteht aus Tutorials, mit praktischen Übungen, am Vormittag und einem Vortragsprogramm am Nachmittag. Für die Teilnahme an einem Tutorial wird eine Teilnahmeurkunde ausgestellt.
Zeitplan
Vortragsprogramm
Die Veranstaltung findet am Samstag, dem 13. Juni 2009, im R-Bau der Hochschule München statt und richtet sich primär an die Studierenden der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik.
| 08:45 | Begrüßung |
| 09:00 | Tutorials je ca. 8-16 Leute (parallel 3,5h)
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| 12:30 | Mittagsessen |
| 14:00 | Vortrag 1: Solaris/OpenSolaris (Wolfgang Stief) |
| 14:45 | Vortrag 2: IPv6 - Eine Einführung (Jens Link) |
| 15:30 | Kaffeepause (15 min) |
| 15:45 | Vortrag 3: Of course it runs NetBSD (Michael Moll) |
| 16:30 | Vortrag 4: IT-Systemadministrator - Edelhure der IT-Industrie (Snoopy) |
| 17:15 | Verteilung der Teilnahmeurkunden und Verabschiedung |
Vortrag 1: Solaris und OpenSolaris
Solaris und OpenSolaris - Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit? Der Vortrag gibt einen kurzen Einblick in den Mikrokosmos von OpenSolaris, vergleicht mit Solaris und Linux und will zur aktiven Teilnahme an der Community anstiften.
Referent:
Wolfgang Stief verdient sein Geld als Senior System-Ingenieur bei einem Sun-Partner in Unterföhring. In seiner Freizeit ist er außerdem Vorsitzender der German Unix User Group (GUUG e.V.), organisiert in München einen monatlichen Stammtisch für Systemadministratoren und neuerdings auch die Munich OpenSolaris User Group (MUCOSUG).
Vortrag 2: IPv6 - Eine Einführung
Bisher basieren die meisten unserer Computernetze auf dem Internet Protokoll Version 4, welches im Jahr 1981 definiert wurde. Doch zwischen 2010 und 2011 wird die Internet Assigned Numbers Authority (IANA) die letzten IPv4-Nummernblöcke vergeben haben. Danach gibt es keine solchen Nummern nach Internet Protocol Version 4 mehr. Aus diesem Grund ist bei öffentlichen Hard- und Software Beschaffungen schon heute die Unterstützung des Nachfolgers IPv6 vorgeschrieben. Ein Grund sich bereits jetzt mit dem Internet Protocol Version 6 auseinander zu setzen.
Referent:
Jens Link (http://blog.quux.de) ist seit mehr als 13 Jahren im IT-Bereich tätig. Er ist freiberuflicher Consultant, seine Schwerpunkte liegen im Bereich von komplexen Netzwerken, Firewalls und Netzwerkmonitoring mit OpenSource-Tools.
Vortrag 3: Of course it runs NetBSD
Neben dem sehr bekannt gewordenem Linux gibt es schon seit 1977 mit BSD (Berkely Software Distribution) eine Open Source Variante des UNIX-Betriebssystems. Nach einem kurzen Überblick über die Geschichte und die aktuellen Schwerpunkte der verschiedenen BSD-Varianten wird näher auf NetBSD und dessen Paketverwaltung pkgsrc eingegangen. Die hohe Portabilität und Skalierbarkeit bei gleichzeitger Stabilität machen das "Allerwelts UNIX" zu einer interessanten Alternative für viele Anwendungsgebiete. So profitieren beispielsweise Embedded-Anwendungen von der Vielzahl unterstützter Hardware-Plattformen und der unkomplizierten BSD-Lizenz.
Referent:
Michael Moll kam 1996 mit UNIX in Form von NetBSD und Linux auf dem Amiga in Berührung und hatte später das Glück, dieses langjährige Hobby zum Beruf machen zu können. Er ist aktuell als Systemadministrator und Consultant in den Bereichen UNIX, Storage und Virtualisierung tätig.
Vortrag 4: IT-Systemadministrator - Edelhure der IT-Industrie
Es gibt in der EDV wenige Berufe, die an ihre Ausübenden derart krasse und vielfältige im Anforderungen stellen, wie der des System- und Netzwerkadmins. In diesem Bereich ist für Menschen mit einer natürlichen Dienstleistungsauffassung alles geboten: Personal und Budget-Verantwortung, mannigfaltige technische Herausforderungen, ein rechtlich komplexes Umfeld, welches ein hohes Mass an Zivilcourage erfordert.
Und zur Abrundung turnt man durch ein grosses Spannungsfeld zwischen bizarr agierenden Managern und hilflosen Benutzern.
Der Beruf benötigt belastbare und multi-tasking fähige Menschen, die auch in der Lage sind im Notfall genial zu improvisieren und in den Nachwehen eines Desasters akribische Forensik zu betreiben. Ebenso ist gute Kommunikation und Einfühlsamkeit überlebenswichtig. Systemadministrator ist kein reiner Männerberuf. Grade durch die notwendigen Soft-Skills eignet er sich auch hervorragend für Frauen, was ich anhand einiger lustigen und gewagten Anekdoten untermauern möchte.
Referent:
Snoopy hat vor langer Zeit mal in London Computer Science studiert, wo er bereits erste Erfahrungen mit UNIX Version 6 und dcheck und icheck sammelte... Seit seiner Rückkehr nach München hat er neben seinen Systemadministrator-Tätigkeiten immer wieder versucht, mehr oder weniger erfolgreich lustige Glossen zu schreiben und Vorträge zu halten. Zur Zeit turnt er als Selbstständiger durch die Kunden-Netze und wundert sich, wie viele Leute mit derart schlecht administrierter Infrastruktur es überhaupt schaffen, etwas zu tun, das vage an Arbeit erinnert.
Tutorials
Tutorial 1: Debian GNU/Linux für Einsteiger
Debian GNU/Linux ist eine freie Betriebsumgebung die in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat. Der zunehmende Einsatz in verschiedenen Bereichen der Industrie macht Debian GNU/Linux für Ingenieure interessant. Die Teilnehmer an dem Tutorium können den Umgang mit Linux exemplarisch anhand Debian GNU/Linux vertiefen. Anhand von praktischen Übungen kann der Umgang mit Debian GNU/Linux praktisch erlernt werden.
Der Kurs richtet sich sowohl an Linux-Einsteiger, als auch an Fortgeschrittene die an den Besonderheiten der Debian Distribution interessiert sind.
Referent:
Stefan Kluska ist seit 1983 selbständig im System Design tätig. Er ist engagiertes Mitglied der Computer Science Teachers Association (CSTA) in der Association for Computing Machinery (ACM). Er fördert Computer Science und IT an Schule und Universität.
Tutorial 2: Linux Firewalls mit IPTables
Firewalls sind heute Grundlage zum Schutz von Computern und Netzwerken. Mit IPTables bringt Linux geeignete Bordmittel zum erstellen sowohl einfacher als auch komplexer Firewall-Umgebungen. Im Rahmen dieses Tutorials soll den Teilnehmern der Umgang mit IPTables näher gebracht werden. Verschiedene Firewall-Einsatzszenarien werden durch die Teilnehmer mit IPTables realisiert.
Der Kurs richtet sich an Teilnehmer mit grundlegenden Kenntnissen im Umgang mit Linux und TCP/IP.
Referent:
Dr. Michael Schwartzkopff arbeitet bei der Firma Multinet Services GmbH als Berater in den Bereichen Sicherheit und Netzwerke. Sein Spezialgebiet ist SNMP. Mit dem Linux-Virus ist er seit dem ersten Kontakt 1994 über eine Yggdrasil-Distribution infiziert.
Tutorial Anmeldung
Anmeldung abgeschlossen!
Für die Teilnahme an den Tutorials ist die Online-Anmeldung notwendig. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Mitglieder des ¨Vereins zur Unterstützung der Fachschaft Elektrotechnik und Informationstechnik an der Hochschule München e.V.¨ werden bei der Anmeldung bevorzugt. Ansonsten gilt: First come, first serve.